Eine schnuckelige Altstadt-WG
           
My Home is my castle :
Eine schnuckelige Altstadt-WG :
Bloß weg hier :
Frauenfeindliche rechte Alkoholiker? :
HaDiKo :
Leben im Studentenwerkswohnheim :











   

Wir, vier Jungs und ein Mädel, wohnen in einer schnuckeligen und verwinkelten Altbauwohnung in der Oststadt, dem Studentenviertel (wenn es so etwas in Karlsruhe überhaupt gibt). Wir zahlen zwischen 200 und 300 EUR Miete (je nach Zimmergröße) inkl. aller Nebenkosten wie Wasser, Strom, Telefongrundgebühren, Kabelanschluss etc. Unsere Zimmer sind zwischen 13 und 20qm groß, entweder mit Teppich ausgelegt, oder mit einem sehr schönen Holzfußboden.

Wir haben eine gemeinsame Haushaltskasse, von der wir einkaufen gehen, d.h. jeder kann das essen, was sich gerade im Kühlschrank befindet. Man hat so einfach nicht die Probleme wie im Wohnheim, z.B. dass ich mich ärgern muss, weil schon wieder jemand meine Sachen aufgegessen hat. Außerdem ist es ja ein wenig unsinnig, für jeden Mitbewohner eine eigene Butter etc. zu kaufen. (Alleine habe ich es noch nie geschafft, meine Margarine vor dem Ende des Verfallsdatums aufzubrauchen.)

Obwohl wir keinen Pflichtenplan haben, stapelt sich bei uns nie das ungespülte Geschirr (zu jedermanns Verwunderung). Für das Bad haben wir eine Putzliste, in die sich jeder einträgt, der das Bad geputzt hat. Und wenn jemand bemerkt, dass er ein wenig unterproportional vertreten ist, putzt er halt mal wieder.


  Inzwischen haben wir ein WG-internes Netzwerk aufgebaut. So können wir gemeinsam eine Fritz Card, Drucker und Scanner nutzen. Einen Internetzugang und Drucker braucht heute eigentlich jeder Student. Mal ganz abgesehen von dem Spaß, den wir bei Netzwerkspielereien haben.

Wir machen mindestens einmal im Monat einen WG-Abend, bei dem wir besonders lecker kochen. Hinterher spielen wir dann etwas, schauen Video oder tauchen gemeinsam in das etwas rare Karlsruher Nachtleben ein.

Meine ersten beiden Semester habe ich in einem Wohnheim gewohnt. Ich konnte mir nicht vorstellen, sofort in eine WG, zu „Fremden“, zu ziehen. In einer WG kann man niemandem aus dem Weg gehen wie in einem Wohnheim, der Kontakt ist einfach ein wenig intimer.

Zu Beginn des dritten Semesters wurde dann hier ein Zimmer frei. Da ich schon damals mit zwei meiner jetzigen Mitbewohner befreundet war, habe ich die Gelegenheit gleich genutzt und bin hier eingezogen.

Wir verstehen uns untereinander sehr gut, und inzwischen, wenn nicht schon vorher vorhanden, sind tiefe Freundschaften entstanden. Ich fühle mich hier „zu Hause“.