Von traditionell bis zukunftsweisend - Verbindungen
             
 
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Verbindungen sind eine Möglichkeit, an die viele Studenten nicht denken, wenn sie sich nach Wohnungen umschauen. Dabei gibt es hier oft sehr schöne Zimmer in bester Lage zu wirklich fairen Preisen. Allerdings sollte beim Einzug in ein Verbindungshaus nicht nur der Zimmerpreis entscheidend sein. Die Hauptfrage sollte sein, ob Du Dir vorstellen könntest, in diese Verbindung einzutreten.

Wenn Du überhaupt schon einmal etwas von Verbindungen gehört hat, dann ging es wahrscheinlich um Narben auf der Wange oder rechtsradikale Äußerungen. Es gibt jedoch ein breites Spektrum an Verbindungen, und nur die allerwenigsten fallen negativ auf.

Ein Grossteil der Karlsruher Verbindungen hat das studentische Fechten, auch „Schlagen“ genannt, als nicht mehr zeitgemäß abgeschafft oder stellt es seinen Mitgliedern frei, ob sie schlagen wollen oder nicht. Und den Vorwurf der „Rechtslastigkeit“ widerlegen viele Verbindungen schon durch ausländische Mitglieder.

Was aber ist die eigentliche Grundidee einer Verbindung? Es geht darum, dass man gerade in der Anfangszeit seines Studiums durch ein günstiges Zimmer im Verbindungshaus und gegenseitige Hilfe im Studium unterstützt wird. Wenn man später im Berufsleben steht, gibt man selbst etwas zurück, um die nächste Generation Studenten zu unterstützen. Neben finanziellen Spenden besteht eine solche Unterstützung oft aus Vermittlung von Praktikumsplätzen, Organisation von Firmenbesichtigungen und ähnlichem. So entsteht ein Kontakt zwischen den aktuellen Studenten (der „Aktivitas“) und den ehemaligen Studenten (den „Alten Herren“), der oft ein Leben lang hält.

Es gibt viele verschiedene Arten von Verbindungen. Die wichtigsten Unterschiede möchten wir hier kurz erläutern:

 

Schlagen:
Das studentische Fechten stammt aus der Zeit, als Studenten als privilegierte Gruppe das Recht hatten, Waffen zu tragen. Heute wird es von den schlagenden Verbindungen als Beweis dafür verstanden, dass der Student sich wirklich für die Verbindung einsetzen will. Viele Verbindungen haben aber entweder nie geschlagen, oder es schon vor geraumer Zeit abgeschafft. Einige Verbindungen schlagen fakultativ, d. h. man kann entscheiden, ob man will oder nicht. Hier solltest Du Dich sich sehr genau erkundigen, wie die Praxis in den letzten Jahren aussah.

Farben tragen:
Viele Verbindungen haben bestimmte Farben in ihrem Wappen und auf ihrer Fahne, die sie als Erkennungszeichen bei offiziellen Veranstaltungen als Band um die Brust tragen. Oft existiert zusätzlich eine Kleiderordnung zu offiziellen Veranstaltungen, z. B. wird das Band nur zu Anzug und Krawatte getragen. Einige Verbindungen haben auch noch traditionelle „Kostüme“, die zu besonderen Festen getragen werden.

Die wichtigsten Verbindungsarten sind:

- Akademischer Verein: meist Männer und Frauen, teilweise Beschränkung auf bestimmte Studiengänge
- Burschenschaften: oft in einer bestimmten politischen Richtung aktiv
- Corps: politisch und weltanschaulich neutral (Toleranzprinzip)
- Landsmannschaften: normalerweise nicht mehr zwingend aus der jeweiligen Region
- Sängerschaften: Schwerpunkt der gemeinsamen Aktivitäten auf Singen im Chor
- Christliche Vereinigungen: oft konfessionsgebunden

Unser Tipp: Durch einen Besuch vor Ort  merkst Du bei einer Verbindung normalerweise ziemlich schnell, ob Du da reinpassen würdest oder nicht. Also verlass' Dich einfach auf Dein Gefühl!